Wege aus der Depression

Tagung in Zusammenarbeit mit der VHS Herford 1. Oktober 2019 8:00 - 18:30 Uhr

"Sanfter Entzug" - wie geht das? Wiederkehr des Elektroschocks: Therapie oder Schädigung?

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Zum 01.10.2019 laden die Veranstalter Die Klinke e.V. Herford in Kooperation mit der Volkshochschule im Kreis Herford, der Westfälischen Gesellschaft für Soziale Psychiatrie (WGSP e.V.) hiermit zur dritten Tagung zum Thema "Wege aus der Depression" ein.
Die erste Tagung 2017 hatte die Aufklärung über die Fragwürdigkeit antidepressiver medikamentöser Behandlung und den Schwierigkeiten beim Absetzen dieser Medikamente zum Schwerpunkt. Entzugserscheinungen können quälend und so schwer erträglich sein, dass sich viele Patient*innen gezwungen sehen, die Antidepressiva langfristig in alter Dosierung weiter einzunehmen. Die dauerhafte Einnahme ist aber mit erheblichen gesundheitlichen Risiken und vermehrten depressiven Phasen verbunden.
Die Frage, wie"SSRI-Antidepressiva" trotz schwerwiegender Entzugserscheinungen auf erträgliche und "sanfte" Weise reduziert und abgesetzt werden können, wurde auf dieser Tagung noch nicht ausreichend beleuchtet. Wir möchten deshalb am Vormittag der diesjährigen Tagung Experten- und Erfahrungswissen darüber zur Verfügung stellen, wie ein "sanfter" Entzug gelingen kann.

Im Vorgriff zu dieser Tagung hat am 08.04.19 eine Abendveranstaltung stattgefunden, bei der die Vertreter*innen des Medical Center Maastricht University, School for Mental Health und Neuroscience, Pauline Dinkelberg, Dr. Peter Groot und Paul Harder bereits von ihren Erfahrungen mit sogenannten Taperingstrips berichtet haben. Auch diesmal werden sie ihre Arbeit darüber noch einmal auf dieser Tagung vorstellen. Pauline Dinkelberg wird ausführlicher über die Aufgaben und Erfahrungen in der Patientenvereinigung Medikamentenreduzierung ("Vereniging Afbouwmedicatie") berichten.
Herr Dr. Peter Ansari und Frau Lucia Wolf berichten von ihren jeweiligen Erfahrungen mit dem "sanften" Entzug. Was ist dabei wichtig? Und wie kann auch Homöopathie einen beitragen?

Die zweite Tagung 2018 widmete sich zunächst folgerichtig der Auseinandersetzung mit erprobten Behandlungsalternativen zur medikamentösen Behandlung. Auch diesen Faden greifen wir noch einmal auf dieser Tagung auf: Wir setzen uns am Nachmittag kritisch mit der Wiederkehr der Anwendung des Elektroschocks als einer fragwürdigen "Behandlungsalternative"auseinander. Wir konnten Julia Lippert gewinnen, uns über ihre Erfahrungen im Diagnose- und Behandlungsdschungel mit der Anwendung der "EKT" *1 zu berichten.
Dr. Wolf Müller wird uns von seinen Erfahrungen am Landeskrankenhaus Gütersloh in den 70er Jahren mit der Anwendung von Elektroschocks berichten. PD Dr. Jann Schlimme und Dr. Phil. h.c. Peter Lehmann werfen ihren kritischen Blick auf die aktuelle Entwicklung.

Es wird bei den Vorträgen Zeit für Nachfragen, Anmerkungen und Diskussion geben. Psychiatrieerfahrene und Genesungsbegleiter sind unsere Tagungsbeobachter. Sie lassen uns am Ende wissen, wie sie die Tagung erlebt haben.

Das Duo " Klanggeflüster " bereichert unsere Tagung mit einem hör- und fühlbaren Klangerleben obertonreicher, heilsamer Instrumente - mal ruhig und entspannend, dann wieder lebendig, kraftvoll und belebend.

*1 = Elektrokonvulsionstherapie

Weitere Informationen erhalten Sie unter www.vhsimkreisherford.de.

Die Ärztekammer Westfalen-Lippe hat diese Tagung im Rahmen der Zertifizierung der ärztlichen Fortbildung der ÄKWL mit 8 Fortbildungspunkten bewertet.

Eine Tagung der Klinke e. V. Herford in Kooperation mit der
VHS im Kreis Herford und dem Landesverband Westfälische Gesellschaft für Soziale Psychiatrie (WGSP e. V.)

zus. Download(s):

Flyer  (Stand 26.08.2019)  

 

 

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„Die Klinke“ ist seit 1982 Träger gemeindenaher Hilfen für psychisch kranke Menschen im Kreis Herford. Dies beinhaltet ein differenziertes Angebot bestehend aus Betreutem Wohnen, einer Kontakt- und Begegnungsstätte, einer Tagesstätte in Herford und einer Zweigstelle in Kirchlengern.

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